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Mesa/Boogie Bass 400+

Mesa Boogie Bass 400+

Mesa/Boogie Bass 400+

Sechs Jahre lang spielte ich den Mesa/Boogie 400+ in Kombination mit zwei 4×10″ Boxen und einer 2×15″ Box, überwiegend bei meiner damaligen Band „French Kiss“. Vor kurzem  begegnete ich dem Boilden auf einer Session wieder. Da war er wieder, der fetteste MonsterSound aller Zeiten! Ich fragte mich: Warum hab ich den denn damals verkauft? Nun, ich war jung und brauchte das Geld :-). Obwohl nun schon einige Zeit seit dem vergangen ist, ist mir der phantastische Amp noch so gut im Gedächtnis, dass er hier seinen Platz finden muss.

Das 19″/4HE messende Top ist sauber und extrem stabil verarbeitet, schlicht aber funktionell und absolut roadtauglich. Die Potis und die EQ-Regler können schon einiges ab, sind aber auch durch die zwei rechts und links sitzende Metallhandgriffe gut geschützt. Das Gewicht des Amps ist nichts für schwache Bassisten, aber was tut man nicht alles für einen guten Sound.

Vorderseite:
2 x Klinken-Input (je 1 x passiv/aktiv), 2x Volume – Kanal 1 und 2 (Pull-Shift), Master, Treble & Bass (Pull-Shift), Middle, Send/Return, 7-Band EQ sowie ein Power- und Standby-Schalter.

Rückseite:

600 Ohm XLR Balanced Output, Speakerouts (2×2, 2×4 und 2×8 Ohm), Slave-Out (regelbar), 2x Send/Return (regelbar) und ein dreistufiger Schalter zur Regelung des Lüfters.

Das Innenleben:
Zwölf Entstufenröhren 6L6 und vier Vorstufenröhren 12AX7, die von Klammern absolut wackelfrei gesichert werden.

Der Sound:
Vorab sei erwähnt, dass wer den 400+ noch nie angespielt hat, dies unbedingt nachholen sollte. Der Sound ist unvergleichlich! Sicherlich in erster Linie für größere Bühnen gedacht, ist sein Einsatz bei Club-Gigs oder im Proberaum nur mit Vorsicht zu genießen. Damit möchte ich sagen, dass seine 500 Watt Röhrenpower, jenseits einer Lautstärkeeinstellung von 50%, nasse Hosen im Umkreis von 10 Metern in ca. 1 Minute trocknet. Bei mir kam der Amp ausschließlich in Hard-Rock Combos zum Einsatz und ich denke dort gehört er auch hin. Mit satten Mitten, Tiefbass für den Magen und brillanten Höhen, findet man eine akkurate und klar identifizierbare Frequenzabbildung die gepaart mit einer ausreichenden Durchsetzungskraft seines gleichen sucht. Der sauber arbeitende 7-Band EQ reagiert äußerst empfindlich auf Veränderungen, hier sollte man sich ausreichend Zeit nehmen um „seinen“ Sound zu finden. Also, Röhrensound vom feinsten! Warm, brilliant und ungemein druckvoll.

Kurz und gut, hier gibt es – bis auf das Gewicht – nichts zu meckern. Die Geschmäcker sind sicherlich verschieden, aber wer auf einen erwachsenen Rock-Sound steht und auf nicht zu kleinen Bühnen zu Hause ist, wird mit diesem Amp mehr als zufrieden sein. Ich überlege mir ernsthaft den Amp noch einmal zu kaufen 🙂

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Thema: Amps |

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11 Kommentare

  1. 1
    Bassnews 

    „Ich war jung und brauchte das Geld“ 🙂 zum Glück gibt’s diese armen jungen noch, ich bin nicht mehr so jung und bin auf gebrauchte Ware von solchen angewiesen – Equipment ist einfach schweineteuer (müsste Bass+Amp+Box erneuern).

    (btw: hast du erfahrung mit Markbass amps? suche was leichtes)

  2. 2
    Francis 

    >> … ich bin nicht mehr so jung und bin auf gebrauchte Ware von solchen angewiesen …

    Na da sind wir schon zwei 🙂

    Mit Markbass habe ich leider keine Erfahrung.
    Wenn Du aber einen guten Amp (Combo) für relativ wenig Geld und dabei auch noch transportabel suchst, kann ich Dir die Line 6 Low Down Serie ans Basser-Herz legen. Den LD 150 spiele ich selber, Knaller für die Kohle.

  3. Hey !

    Klasse dass sich mal jemand ausspricht, was diesen Amp angeht ! In vielen Foren (in denen viele Basser in meinem Alter – 21 – vertreten sind) wird schlecht über ihn und seinen kleinen Bruder geredet (was kein Wunder ist, wenn man jahrelang von der aktuellen Musikindustrie dahingehend verarscht wird, dass einem die Sounds von aufs Übelste komprimierten, durch Rechner laufenden – geschweigedenn mikrofonierten – Basssignalen ausreichen müssen und die wenigsten noch Platten zu Hause haben, bei denen sich viele Jüngere immer wieder wundern wie „warm“ und „natürlich“ das doch alles klingt). Ich selber spiele ihn seitdem ich 14 bin – nachdem ich meinen Hughes and Kettner Bassforce XXL verkauft habe. Transistorsounds nutze ich seitdem höchstens mal für Slapeinlagen (selbst dort nicht immer), wobei ich sowieso meistens nur mit meinen Fingerkuppen über das Griffbrett wandere. Ich muss dir in allen Punkten Recht geben – ist ein Panzer. Ich selber bin nochncihtmal einer dieser „harten“ Bassisten – ich mag es filigran mit dünnem Hals und kontrolliertem Sound. Viele Leute sprechen mich immerwieder darauf an, warum ich nicht einfach einen Eden oder Markbass oder sowas hole (angesichts meiner Spielweise) und ich muss ihnen immer wieder beibringen, dass Röhrenverstärker nicht allgemein langsam und träge sein müssen – erst recht nicht, wenn man sowas wie den von dir gut beschriebenen Amp unterm Hintern hat ;). Ich habe ihn mir letzte Woche erst mit neuen Sovtek 6550WE bestücken lassen, was zwar nicht ganz billig war, mich aber dafür aus den Latschen geholt hat – abgesehen von einem (unnötig) massiven Leistungsgewinn und einem 1.Reihe Bühnenpunch wie im Film gab es obendrein noch einen wirklich high-fidelen Sound (ich hab aus Spass mal ne CD drüber laufen lassen und es klang wirklich gut – so dumm sich das auch anhört) – soviel dazu, bin sehr überzeugt von diesem Amp, auch wenn Mesa/Boogie seinerzeit vllt. zu viel Geld für den Amp sehen wollte, wobei das auch wieder egal ist, wenn man sich die Gebrauchtpreise ansieht (letztes Mal als ich bei E-Bay nachsah las ich irgendwas mit 1200€, was AR***günstig ist angesichts der techn. Daten ohne Modifikation). Wen ich übrigens hiermit sehr empfehlen kann ist ein Mann namens Peter Arends, der in der Heliosstr. 41 in Köln eine wirklich gute Röhrenwerkstatt betreibt (www.ampete.de).

    Und was les ich da gerade ? Line6 ?… Nichts gegen Menschen, die gerne viele Sounds ausprobieren und einen günstigen Amp suchen aber meiner Meinung nach klingt egal was man von dieser Firma kauft alles nach Computer (was es ja durch das Modeling auch ist) – nicht zu empfehlen, dann lieber den bereits genannten Mark Bass Combo – der klingt (und da geb ich euch ein Siegel drauf)um Klassen besser. Aguilar scheint mir auch eine sehr interessante Ampschmiede zu sein – einfach mal ausprobieren… aber Finger weg von Digitalequipment, wenn man theoretisch 300€ mehr für einen richtig guten Amp bezahlen kann.
    Liebe Grüße.

  4. 4
    Kerstin 

    Na das nenne ich doch Liebe zum Gerät, wenn du uns hier extra einen Artikel darüber schreibst 😉

  5. Ja, ist es auch irgendwo – ich mag es, den Geräten eine Art Seele zu geben und wirklich eins mit ihnen zu werden – das machen manche Verstärker auch ohne dass du es willst 😉 (nein, ich bin hetero und nicht objektophil^^).
    Ich würde mich zu denen zählen, die einfach nicht verstehen können, wie man Verstärker bauen kann, bei denen nur noch das bunte „Fisherprice“ Logo fehlt, alles über zwei dünne Platinen mit Effektprozessoren aus China läuft und derjenige, der ihn zusammensteckt/-klebt ca. 40 cent die Stunde verdient und trotzdem lächelt *aua*. Ich unterstütze lieber Menschen mit Träumen, Charakter und Erfahrung – eben die, die es meiner Meinung nach voll und ganz verdient haben… und das sind nicht die, die am Band stehen und den Krempel millionenfach fertigen ohne wirklich zu wissen was sie da tun. Ich gebe gerne auch mal viel Geld aus, wenn ich weiß was ich davon habe – verkaufe ich z.B. einen mittelmäßigen Line 6 oder einen besseren Behringer, bekomme ich bei E-Bay dafür 2 faule Eier und wenn ich lieb bin noch einen Pechkeks… nein danke(natürlich sollte ein Gerät einfach einen Nutzwert haben und diesen nach ca. 15 Jahren durch einen „natürlichen Tod“ beenden, anstatt von einer Hand zur nächsten zu wandern, wobei man das im Falle Behringer/Line6 nur scherzhaft behaupten kann – was meinen Geschmack angeht eben niemals professionelle Amps). Ich kenne mindestens drei Menschen, die ihre alten Line 6 Gitarrencombos verkaufen wollten und dann mit Erschrecken feststellen mussten, dass sie wirklich nicht mehr allzuviel bekommen würden (von ein zwei kleineren Macken mal abgesehen) – bei Behringer ist das z.B. richtig schlimm (und ja ich weiß dass die Erzählungen da weit auseinanderzugehen scheinen – interessiert mich nicht, hab meine Meinung in vielen Hinsichten zu Recht festigen können) Wenn es natürlich nur 250€ zum ausgeben gibt… joar…. dann kann man eben auch nicht viel anderes kaufen. Aber für ca. 380€ gibts ja auch schon den hier(ein richtiger Basscombo):http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/Ampeg-BA-115-Combo-/art-BAS0000435-000
    Gute Nacht, Forum.

  6. 6
    envi 

    Hallo Leute,

    bin gerade per Suchmaschine auf Euer Forum und diesen Artikel gestoßen:

    Ich habe mich schweren Herzens entschieden, meinen Mesa/Boogie Bass 400+ zu verkaufen.
    Es ist wirklich ein super Teil mit tollem Wumms ohne Ende (s. o.). Für mich ist er allerdings etwas zu schwer, überdimensioniert und vor allem – auch ich bin jung und brauche das Geld. :-/

    Das Gerät ist in einem einwandfreien Zustand, in Berlin und ich biete ihn für 1400,00 Euro an.

    Hat jemand Interesse?

    Viele Grüße

  7. 7
    Jake-Jeff 

    Hey – ich hätte Interesse! Zu schade, dass ich den Artikel erst jetzt gelesen habe…

  8. 8
    fitzceraldo 

    Ich hätte noch einen zu verkaufen:

    MESA BOOGIE BASS 400+
    Vollröhre 500W
    Bassanlage kompl. road ready
    incl. Boxen 2×10“ und 1×15“
    wurde wenig gespielt

  9. 9
    Mixibaby 

    Das Geräte hat einfach einen super guten Klang ich liebe es

  10. 10
    GS 

    Hey, ich lese hier gerade eure Lobeshymnen über den Bass 400+.Ich habe mir auf Grund seines Hypes damals
    auch einen gekauft. Der Klang war zwar nicht schlecht,vor allem nachdem ich die Vorstufe leicht
    modifiziert habe, jedoch meßtechnisch brachte das Gerät
    gerade mal 225 Watt bis zur Klippinggrenze, was ja auch
    kein Wunder ist, wenn man sich den winzigen Ausgangs-
    übertrager einmal ansieht, ein 200Watt-Typ.Der AT meines
    200er Hiwatts ist wesentlich größer und der Amp bringt
    die gleiche Leistung und einen viel geileren Klang.
    Ich habe den 400+ auch nicht mehr. Gerade habe ich hier
    einen 1985er Bass 400 mit 6×6550 und der ist wesentlich
    besser, als die + Version mit 12x6L6.
    Der Besitzer gibt ihn aber nicht her, er weiß, warum.
    Das Geld für einen neuen Röhrensatz und neue Elkos gibt
    er gerne aus.

    Gruß

    Gs

  11. 11
    AB 

    Moin, wie’s scheint hat GS mächtig Pech mit seinem 400+ gehabt oder einfach seine wahrscheinlich gealterten Röhren nicht ausgetauscht. Ich hab den 400+ tatsächlich über knapp 3 Jahrzehnte immer wieder eingesetzt ohne jemals zu wenig Headroom beklagen zu müssen (nein, nicht ausschließlich 400+ und ja, ich bin auch nicht mehr jung und könnte das Geld trotzdem noch brauchen). Dabei kann ich mich leistungstechnisch wie soundmäßig eigentlich nicht erinnern ansonsten einen ähnlichen Boliden jemals gespielt zu haben. Klar sind die modernen Mosfet Amps schneller und bieten mehr Features als die alte Röhrentechnik von Anfang der 80er im 400+, aber diesen Vintagesound bekommt man mit den modernen eben kaum hin (auch nicht mit den Hybrid-Amps, hab einen und weis wovon ich spreche). Muss man aber natürlich auch nicht wenn’s einfach nur laut sein soll. Wem es aber um echten Röhrensound mit nach oben verschobener Leistungsgrenze geht kommt an dem Teil eigentlich nicht vorbei. Höchstens mit ’nem alten Ampeg ?
    Grüße AB

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